Wohnen im Verborgenen
»Meterhohe Papierstapel in jedem Raum, kaum ein Zentimeter Boden, der nicht von Zeitungen, Zeitschriften und Katalogen bedeckt ist –die Wohnung eines Messies. Kein schöner Anblick, auch für Jürgen Bernsen […] nicht. Bernsen ist der Anblick jedoch vertraut. Denn er kommt in vermüllte Wohnungen, um zu helfen. Gemeinsam mit den Betroffenen räumt er Stück für Stück, Zimmer für Zimmer die Wohnung auf. ›Das kann bis zu einem halben Jahr dauern, ehe wir durch sind‹, sagt Bernsen. Mehr als drei bis vier Stunden Aufräumen und Sortieren pro Tag sei für die Messies oft psychisch nicht zu verkraften. Ziel ist es, dass die Betroffenen die Ordnung hinterher auch halten können.« — Berliner Zeitung, 30. August 2008
Hilfe und Selbsthilfe für Messies
Wenn das Sammeln aus dem Ruder läuft»In vielen Fällen kommt Bernsen nach vertrauensbildenden Gesprächen mit in die Wohnung der Betroffenen und räumt gemeinsam mit ihnen auf. ›Dabei ist viel Einfühlungsvermögen gefragt.‹ Ziel ist es, Struktur in die Wohnung zu bekommen. Da das Aufräumen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch eine Belastung für Messies ist, dauern solche Einsätze selten länger als drei Stunden. Bis eine Wohnung schließlich im gewünschten Zustand ist, kann ein halbes Jahr vergehen.« — MieterMagazin, 01. Dezember 2008
Aktualisiert: Juni 2009 © Jürgen Bernsen
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